Österreich bei der CEOAA 2026 in Zagreb
Am Freitag, dem 4. September, war es endlich so weit: Nach einem intensiven Online-Sommertraining traf das österreichische Nationalteam erstmals persönlich aufeinander. Gemeinsam ging es zur Zentraleuropäischen Astronomie- und Astrophysikolympiade (CEOAA) nach Zagreb, um dort das Gelernte anzuwenden und die eigenen Astronomiekenntnisse unter Beweis zu stellen.
Für Österreich traten Lukas Doktor und Michal Rajec aus dem Burgenland, Moritz Eisl aus Salzburg, Stefan Winkler aus Wien und Simon Spitaler aus Niederösterreich an. Begleitet wurden sie von den beiden Teamleitern Miro Joensuu und Lukas Gabriel. Insgesamt nahmen Jugendliche aus vier Ländern teil: Kroatien, Slowenien, Ungarn und Österreich.
Das österreichische Team
An den drei Tagen erwarteten die Teilnehmer drei sehr unterschiedliche Wettbewerbsteile: Theorie, Datenanalyse und Beobachtung. In der Theorie beschäftigten sie sich unter anderem mit Exoplaneten, Doppelsternsystemen und der Entwicklung unseres Universums. Bei der Datenanalyse mussten sie aus Sextantenmessungen den Lauf der Sonne untersuchen und daraus sogar den geografischen Standort der Beobachtung bestimmen.
Besonders aufregend war die Nachtbeobachtung. Unter dem Sternenhimmel galt es, mithilfe von Sternkarten und Teleskopen verschiedene Himmelsobjekte zu finden und zu identifizieren. Die Teilnehmer mussten beispielsweise den Sternhaufen Collinder 399 einstellen, den Doppelstern δ Cephei beobachten und verschiedene Arten von Objekten – darunter einen planetarischen Nebel und einen Kugelsternhaufen – erkennen. Dabei zählten nicht nur astronomisches Wissen, sondern auch ein sicherer Umgang mit dem Teleskop, Genauigkeit und Ruhe unter Zeitdruck.

Nachtbeobachtung
Eine Olympiade besteht jedoch aus weit mehr als nur anspruchsvollen Aufgaben. Bei gemeinsamen Ausflügen und einer liebevoll gestalteten Stadtführung lernten die Teilnehmer Zagreb kennen. Vor allem bot die CEOAA die Gelegenheit, andere junge Menschen zu treffen, die dieselbe Begeisterung für Astronomie teilen. Über Ländergrenzen hinweg wurde diskutiert, gelacht und gefachsimpelt – und aus neuen Bekanntschaften entstanden Freundschaften.
Wir beim Ausflug in Zagreb
Wir sind sehr stolz auf alle fünf Teilnehmer, die Österreich mit großem Einsatz, Teamgeist und Begeisterung vertreten haben. Besonders gratulieren wir Lukas Doktor und Simon Spitaler, die für ihre Leistungen jeweils mit einer Honourable Mention ausgezeichnet wurden. Die Tage in Zagreb werden uns nicht nur wegen des Wettbewerbs, sondern auch wegen der vielen gemeinsamen Erlebnisse lange in Erinnerung bleiben.
Simon Spitaler und Lukas Doktor gewinnen ehrenvolle Erwähnung
Ein besonderer Dank gilt Teleskop-Austria sowie der Österreichische Forschungsfördergesellschaft (FFG) und dem åBundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Durch ihre Unterstützung wurde die Teilnahme des österreichischen Teams an der CEOAA ermöglicht.


